Über die Autorin: Ulrike Sumfleth
Ich bin Journalistin und Kampagnentrainerin (Sintfluth Campaigning) in Hamburg. Mein zentrales Thema ist die Frage, wie Konzerne gesellschaftsweit Macht durch Organisation und Kommunikation ausüben. Dafür habe ich eine konstruktive Lösung gesucht: Die »NGO-Partei« ist das Resultat von vier Jahren Arbeit.
Inspiriert ist die Idee von Niklas Luhmann. Mit meinem Mann Joachim Feltkamp betreibe ich einen Podcast zu Luhmanns Theorie sozialer Systeme (Luhmaniac – Das Recht der Gesellschaft).
Zugute kam mir, dass ich als Kampagnentrainerin Einblicke in die Alltagsnöte von NGOs in der Entwicklungszusammenarbeit gewinnen kann, viele im »Globalen Süden«.
Zuvor war ich 24 Jahre Redaktionsleiterin im TV Spielfilm Verlag. Wie die Massenmedien funktionieren, habe ich erlebt. Meine Enttäuschung formulierte ich 2017 in der Broschüre »Simulierte Diskurse – Verlagskonzerne und ihr Märchen von der Pressevielfalt«. Ungeachtet des Erfolgs (500.000 Downloads), würde ich heute sagen: Damals war ich naiv. Ich hatte die Hoffnung, Parteien würden Konzernmacht zum Problem erklären. Haha.
Heute ist mir klar: Parteien müssen sich erstmal selbst gegen die Macht der Konzerne immunisieren. Dafür liefert die »NGO-Partei« eine Strategie: Sie vertritt die gebündelten Interessen von konzernunabhängigen Organisationen und macht konzernunabhängige Expertise zu ihrem Markenzeichen. Wer Ideen für den System Change sucht, dürfte darin Anregungen finden.
NGO-Partei auf einem Bierdeckel